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The Rhythm Of The Moon

26. Oktober 2011

Eine der größten Herausforderungen des täglichen Lebens ist es, im Hier und Jetzt zu sein.
Irgendwie lassen wir uns allzu oft von der Vergangenheit festhalten (wenn man nur einmal überlegt, was man alles sammelt, hortet, aufbewahrt, ob Materielles oder Gedanken…) oder wir sind mit unseren Handlungen und Vorstellungen weit vorne in der Zukunft: wir tun Dinge, um etwas für Später zu erreichen, haben dabei das Ziel fest im Auge und vergessen dabei, den eigentlichen Moment  zu genießen, als etwas Einzigartiges wahrzunehmen.
Natürlich können wir nicht bei jedem Händewaschen oder Geschirrverräumen in Verzückung geraten. Aber uns vielleicht doch ein bißchen mehr an den kleinen Dingen des Alltags zu freuen, wie wäre das?
Es ist eine Haltung, die man sich aneignen kann, die uns eine Tätigkeit, ein Stück Zeit als etwas Besonderes erleben  lässt. Mit dieser Haltung ehrt man das Leben, entwickelt mehr Bewusstsein und Freude auch an den ganz gewöhnlichen Dingen, erfüllt den Tag mit Dankbarkeit und Sinn: man lebt wie jemand, der sich seines Privilegs bewusst ist.

Una delle sfide piú grandi é di vivere nell‘Ora e Qui.
In qualche modo spesso ci facciamo manipolare dal passato, oppure con ció che pensiamo e facciamo siamo nel futuro: sempre con l’obiettivo da raggiungere davanti agli occhi, dimenticando di assaporare il momento e di viverlo come qualcosa di speciale.
Beh certo, non possiamo andare in tilt ogni volta che ci laviamo le mani a forza di pensare che questo é un momento unico… Peró magari vivere piú momenti della giornata come un regalo, anche nelle cose piccole, quello magari sí!
In fondo si tratta solo di un modo di vedere le cose che ci fa sentire un’attivitá, un momento,  in modo speciale. Questo atteggiamento fa parte di un inno alla vita stessa, ci aiuta a sviluppare piú consapevolezza e gioia per le cose che forse prima giudicavamo insignificanti, ci riempie la giornata con senso e gratitudine: e riusciamo a vivere come qualcuno che é consapevole di essere una persona privilegiata.

Ich habe einmal irgendwo gelesen, dass eine der Übungen, sich eine solche Haltung anzueignen, darin besteht, Jahreszeiten, Mondwechsel und ähnliche Kreisläufe in der Natur bewusst zu beobachten und mitzuleben.
Für den Rhythmus des Mondes habe ich dieses Bild gezeichnet.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, ich hätte einen Fehler gemacht: der abnehmende Mond erscheint zweimal? Falsch gedacht, es geht nämlich darum, den Prozess des Mondwechsels mitzumachen. Das heißt, man dreht bei jedem Mondwechsel das Bild (es bekommt natürlich auch 4 Haken) gegen den Uhrzeigersinn ein Stück weiter.
So geht es von Vollmond zu abnehmenden Mond,…

Avevo letto da qualche parte che ci si puó esercitare in questo modo di vedere le cose, accompagnando in maniera piú consapevole i ritmi della natura: il ciclo delle stagioni, della luna ecc.
Ecco dunque questo disegno per accompagnare le fasi lunari, il ritmo della luna.
A prima vista puó sembrare che ho fatto un errore, disegnando per due volte la luna calante. No, invece si tratta di prendere il disegno dalla prospettiva giusta: per me é importante seguire il cambiamento della luna, ecco perché ad ogni nuova fase bisogna girare il disegno in modo antiorario. Infatti alla cornice per il disegno ci saranno ben 4 ganci.
Si passa dunque cosí dalla luna piena alla luna calante…

… zum Neumond…

… alla luna nuova…

und dann zum zunehmenden Mond, dann beginnt der Kreislauf von Neuem.
Durch das Drehen des Bildes im richtigen Kreislauf erscheint ganz oben immer der „passende“ Mond.
Diesen Wandlungsprozess mitzumachen, tut bestimmt dem Alltagsrhythmus gut: immer wieder derselbe Kreislauf, immer wieder von vorne anfangen, und doch ist jeder Tag, jeder Augenblick einzigartig, so wie wir selbst, so wie unser Leben ein Augenblick in der Ewigkeit ist.
Ich stelle mir vor, dass das ein nettes Ritual wird: den Mondwechsel auf diese Weise jedes Mal ein bißchen mitzufeiern.

… alla luna crescente, ed il ciclo inizia da capo.
Girando il quadro dunque nel ritmo giusto, in cima si vede sempre la luna „aggiornata“.
Accompagnare questo processo di cambio luna in modo consapevole fa sicuramente bene al nostro ritmo quotidiano: sempre una giornata dopo l’altra, sempre iniziare ancora una volta da capo, e nello stesso momento tutto succede una volta sola, é un momento unico, cosí come siamo unici noi, come la nostra vita é un unico momento nell’eternitá.
Immagino che sará carino questo nuovo rituale: festeggiare un pochino ogni volta la nuova posizione della luna.

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12 Kommentare leave one →
  1. 26. Oktober 2011 05:31

    Das ist ja ein Wahnsinnsbild! Ein Bild zum Drehen… genau das lässt dann auch den Moment bewusster wahrnehmen, dieses Drehen. Ich stecke gerade ein bisschen in der Krise mit dem Mond. Bislang hielt ich es für ein Gerücht, dass man den Mond „spürt“. Seit ich meine Zwillinge habe, weiß ich, dass es kein Gerücht ist. Höchstens ein merkwüridger Zufall (aber: gibt es Zufälle überhaupt?!). Vollmond im Anmarsch bedeutet schlaflose Nächte. Neumond detto. Die Zeiten dazwischen sind in Ordnung :)
    Das bewusste Erleben des Augenblicks kann wirklcih eine Hilfe sein. Seit ich mich mehr darum bemühe (seit ich hier oben wohne, vorher kann ich mich an sowas nciht wirklcih erinnern), geht es mir besser. Ich fühle mich besser, angekommener und habe nicht immer das Gefühl etwas zu versäumen.

    Alles Liebe, du wunderbare Künstlerin!
    maria

    • Sybille permalink*
      26. Oktober 2011 05:40

      Hallo Maria, ich freue mich sehr, dass dir die Idee zum Bild so gut gefällt. Wahrscheinlich werde ich ein paar Karten davon drucken lassen, dann schicke ich dir eine, für dein großes Mädchen, bestimmt freut es sie, die Karte im Rhythmus des Mondes zu drehen, oder?
      Ja, der Einfluss des Mondes… Wenn wir bedenken, dass er auch Ebbe und Flut auslöst/regelt, und wir Menschen ja aus so viel Wasser bestehen… wahrscheinlich ist da ein Zusammenhang mit der Mondfühligkeit zu finden.
      In diesem Sinne: guten Neumond heute! :)

  2. 26. Oktober 2011 08:50

    Liebe Sybille, das Bild ist wirklich toll! Und wenn du nicht gesagt hättest, dass du davon Karten gedruckt hättest, hätte ich gesagt, das musst du machen. Ich würde dir sogar eine abkaufen.

    Was du schreibst ist so richtig, dass man den Moment viel mehr genießen soll. Ich bin niemand, der an der Vergangenheit hängt. Ich schmeiße gerne und viel weg. Ich bin eher ein Zukunftgläubiger. Denn ich kaufe und sammele Dinge, von denen ich glaube, dass ich sie in Zukunft brauchen werde. Insbesondere bei Materialien für das Homeschooling geht es mir so. Und so schwelge ich auch nicht in der Vergangenheit, sondern träume davon, was ich in der Zukunft so alles machen werde. Anstatt sie einfach mal jetzt gleich zu tun. Aber es gelingt mir auch schon immer öfter, den Moment zu genießen und etwas zu machen, von dem ich schon so oft geträumt habe, dass es schön wäre, dies irgendwann mal zu tun.

    Ich habe auch den Eindruck, dass Fr. Kleinkind zu Voll- und Neumond wesentlich unruhiger schläft. Aber so genau habe ich das auch nie nachgehalten.

    Liebe Grüße
    Nicky

    • Sybille permalink*
      26. Oktober 2011 09:23

      Hallo Nicky, ich werde einen Blogeintrag machen, wenn die Karten gedruckt sind, das kann eine Weile dauern.
      Mich zieht die Zukunft eigentlich auch mehr an als die Vergangenheit, es gefällt mir zu denken, dies und jenes würde ich gerne machen, erleben, ausprobieren usw. Und ja, oft muss ich mich dann ganz bewusst selbst darauf aufmerksam machen, dass Jetzt Jetzt ist und dass dieser Moment auch gelebt werden will. Also ich denke, es geht auch ein bißchen darum, ein gutes Gleichgewicht zu finden!
      Liebe Grüße!

  3. 26. Oktober 2011 17:35

    Ein Bild zum Drehen !!!! Was für eine schöne Idee, liebe Sybille! Das hast du wieder so schön und liebevoll gezeichnet, dass es eine wahre Freude ist! Oh ja, ich hätte auch gern eine Karte davon!
    Du hast recht, liebe Sybille, den Augenblick leben und erleben, genau darauf kommt es an. Wobei ich denke, dass man die Vergangenheit nicht vergessen sollte, denn die hat uns zu dem gemacht, der wir heute sind. Und die Zukunft ist ein weisses Feld. Wir können zwar planen und uns Ziele stecken, aber wissen wir, was morgen sein wird? Und auch die Zukunft wird bald wieder Vergangenheit sein.
    Hier ist noch ein schönes Zitat dazu:
    „Ohne Vergangenheit und ohne Gegenwart gäbe es auch keine Zukunft. Deshalb gilt es, die Vergangenheit zu bewahren, die Gegenwart zu leben und die Zukunft zu gestalten.“
    Zitat von © Wolfgang (WoKo) Kownatka
    LG von Rosie

    • Sybille permalink*
      27. Oktober 2011 04:07

      Was für ein schönes und ausgezeichnet zu diesem Thema passendes Zitat, danke!! bis bald :)

  4. 26. Oktober 2011 19:46

    Das Bild gefällt mir sehr gut. Bin auch sehr interessiert an den Karten.
    Im jüdischen Kalender sind die Monate Mondmonate, und der Monatsanfang (Rosch Chodesch) an Neumond hat eine besondere Bedeutung als Frauenfeiertag:
    http://www.berlin-judentum.de/frauen/rosch-chodesch.htm

    • Sybille permalink*
      27. Oktober 2011 04:06

      Wie interessant, vielen Dank für den Hinweis!
      Freue mich, dass das Bild und der Grundgedanke dahinter so gefällt! bis bald!

  5. 27. Oktober 2011 06:08

    Wonderful drawing, Sybille. I’m especially impressed by your harmony of its colours.
    It will inspire lots of people.
    Paula

Trackbacks

  1. Moon Cards « my art diary
  2. Moon Rhythm Poster « my art diary

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