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:: SO THIS IS MY MONEY ::

24. Februar 2012

So sieht mittlerweile der Geldschein aus. Ich liebe dieses Projekt!!
Nun ein paar Erläuterungen.

Ecco dunque come si é sviluppata la banconota. Adoro questo progetto!!
Ora qualche spiegazione.

Der Wert. „6“.
6 heißt aber nicht Sechs. Da verbirgt sich ein kleines feines Wortspiel.
In Italienisch schreibt man das Wort „sechs“ so: SEI.
SEI heißt in Italienisch gleichzeitig auch „du bist“.
Und in Deutsch heißt es: SEI! Sei lebendig, sei schöpferisch, sei du selbst!
Der Wert meines Geldscheins ist also die Verbindung dieser beiden Bedeutungen des Wortes SEI.
Wenn ich jemanden den Geldschein in die Hand drücke, dann nehme ich diesen Menschen wahr in seinem eigenen Sein, jenseits von dem, was er denkt und was er tut, sondern in seinem ureigenen Mensch-Sein, der Essenz des Geistes, die uns alle miteinander verbindet: „Du bist.“ Und zugleich mit diesem Wahrnehmen möchte ich den Menschen daran erinnern, „zu sein“: lebendig zu sein, kreativ, mitzumachen mit seinen Fähigkeiten und seinem Potenzial…

Il valore. „6.“
6 peró non significa il numero sei, qui si nasconde un piccolo gioco di parole.
In italiano sei significa appunto: „Tu sei“.
E in tedesco „Sei“ significa: „Sii!“ Sii vivo, sii creativo, sii te stesso…!
In questo SEI voglio dunque racchiudere la sintesi di questi due significati.
Se ti porgo questa banconota, significa che „ti vedo“, che prendo atto della tua esistenza nel senso dell’essenza del tuo Essere, che va oltre quello che pensi e fai, ma che é ció che ci unisce: „Tu sei“. E nello stesso momento porgo un invio a ricordare „di essere“: di essere vivo, di essere creativo, di partecipare alla vita con le proprie capacitá e il proprio potenziale…


Diese „Geheimzahl“ besteht jeweils aus den beiden Anfangsbuchstaben meines Vor- und Nachnamens und meinem Geburtsdatum. ;)

Questo „codice segreto“ non é niente altro che le due lettere del mio nome e cognome e la mia data di nascita. :)

Und das sind nochmal der Anfangsbuchstabe jeweils von meinem Vor- und Nachnamen und die Jahreszahl der Entstehung des Geldscheins.
Gerechnet ab dem letzten Urknall, wenn man in Gedanken noch drei mal die Null hinzufügt. Damit man das versteht, als Hinweis das kleine Sternchen.

Queste invece sono ancora le iniziali del mio nome e l’anno di produzione della banconota.
Calcolato dall’ultimo Big Bang, se si immagina l’aggiunta di un altro zero tre volte – lo indica la piccola stella.

Die Mondphasen, ihr kennt das ja schon aus anderen Bildern von mir: der ewige Wandel im Kreislauf.
Das hellblaue Band mit den Sechsern und den Sternen ist ein Symbol für das Band, das unser Sein mit den vielen Kreisläufen im Universum und darüber hinaus verbindet.

Le fasi lunari, ormai lo sapete da altri miei disegni: simbolo per il cambiamento e il ritorno.
Il nastro azzurro con i 6 e le stelle é il simbolo per ció che unisce il nostro Essere con l’Universo e oltre.


Sonne, Baum und Vogel erinnern an die Verbindung unseres Seins mit dem, was wir Natur nennen.

Sole, albero ed uccello ricordano l’unione che esiste fra il nostro Essere e quello che noi chiamiamo Natura.


Denn gleich daneben steht das Symbol für die „Welt der Menschen„, vertreten durch bunte Gebäude, die für mich das darstellen, was die Menschenwelt erschaffen hat: nicht nur Wohnhäuser, Dörfer und Städte, Schulen, Kirchen und Gebetshäuser, sondern auch die Börse, die Regierungen, die Banken, die Sitze jener die verantwortlich sind für Umweltzerstörungen und soziale Ausbeutung, für die unzähligen Ungerechtigkeiten im Namen des Rechts des Stärkeren, im Namen von Macht und Geld…

Perché subito vicino ho messo il mio simbolo per „il mondo umano„, rappresentato attraverso diversi edifici che stanno per le cose costruite e inventate dall’umanitá: non solo case, paesi e cittá, scuole e chiese, ma anche la borsa, il governo, la banca, e poi le sedi di chi é responsabile della distruzione della natura, di sfruttamenti e discriminazioni sociali, delle tante ingiustizie che vengono fatte nel nome del diritto del piú forte, nel nome del potere e del denaro…

Dementsprechend befindet sich auf der Rückseite die zweite Hälfte der Welt, vertreten durch die Pflanzen, die uns Sauerstoff und Nahrung schenken.
Und für die wir auch einen großen Teil Verantwortung tragen – damit meine ich die Wechselwirkung mit der „Menschenwelt“.

Sul retro l’altra metá del mondo, rappresentata dalle piante che ci regalano ossigeno e cibo.
Per le quali abbiamo anche un bel po‘ di responsabilitá, inteso nel senso dell’interazione con il „mondo umano“.

Die Krone.
Mein Symbol für Macht und Verantwortung.
Macht ohne Verantwortung ist das, was wir ständig in der Politik beobachten können.
Macht und Verantwortung ist das, was eigentlich unser „Sein“ ausmacht.
Wir müssen uns fragen: Wofür muss, wofür kann, wofür will ich Verantwortung übernehmen?
Unsere individuellen Fähigkeiten geben uns meistens einen Hinweis darauf, was „die Aufgabe unserer Seele in diesem Sein jetzt und hier“ eigentlich ist.
Diese Erkenntnis über unser Potential gibt uns dann die Energie und die Kraft, unseren „richtigen“ Weg zu gehen: und dabei die Krone der Macht, der Eigenmacht, und der Verantwortung, der Selbstverantwortung, zu tragen.

La corona.
Il mio simbolo per potere e responsabilitá.
Potere senza responsabilitá, é quello che spesso possiamo osservare nella tradizionale politica.
Potere insieme a responsabilitá invece é uno degli elementi centrali del nostro Essere.
Dobbiamo chiedere a noi stessi: Per cosa voglio, per cosa posso, per cosa devo sentirmi responsabile?
Le nostre capacitá individuali spesso ci possono dare un’importante indicazione per scoprire lo scopo, il compito per il quale „la nostra anima ha deciso di vivere ora e qui“.
Questa conoscenza della nostra potenzialitá é la fonte per l’energia e la forza necessaria che ci serve per „fare la cosa giusta“, per intraprendere il nostro percorso: e indossare la corona del potere e della responsabilitá.


Und diese beiden Kronenträgerinnen, einmal mit einem Herz und einmal mit einem f* (ein Symbol für ein nicht so feines, englisches Schimpfwort): Sie stehen als Symbol für das Ja und das Nein, für Zustimmung oder Ablehnung beim Entscheiden.
Man muss ständig entscheiden, immer wieder, im Alltag ebenso wie das ganze Leben hindurch, ganz persönlich ebenso wie als Teil der Gesellschaft. Unsere Entscheidungen ziehen immer Folgen mit sich, für die wir verantwortlich sind.
Allzuoft haben wir das Gefühl, nicht (mit)entscheiden zu können, weil andere Dynamiken uns fremdbestimmen, uns ausklammern und über uns hinwegbestimmen. Wir fühlen uns dann wie ein kleines Rädchen in einem großen Getriebe, das gar nicht anders kann als mitzulaufen, weil es mit-getrieben wird. Da ist es gut, sich daran zu erinnern, wer wir wirklich sind und als was wir geboren wurden: als potentiell freie Wesen.

E qui le due regine, una con un cuore e l’altra con la scritta f* (sta per una parolaccia inglese molto frequente): simboli per il Sí e per il No, per il consenso o il dissenso quando decidiamo.
Bisogna sempre decidere, scegliere le proprie prioritá, giorno per giorno e attraverso tutta la vita, prendere delle decisioni personali e prendere decisioni essendo membri della societá. Le nostre decisioni hanno sempre anche delle conseguenze per le quali siamo responsabili.
Spesso abbiamo la sensazione di non contare niente, di essere soltanto una piccola ruota all’interno di un potente ingranaggio che ci obbliga a funzionare, senza via di scampo: altre dinamiche decidono sul nostro modo di vivere, senza darci la possibilitá concreta di partecipare a trovare alternative, a uscire dal circolo vizioso. Allora ogni tanto ce lo dobbiamo ricordare noi stessi, chi siamo veramente, e che siamo nati per vivere da esseri potenzialmente liberi.

————————————–

So, das waren ein paar inhaltliche Erklärungen zu meinem Geldschein, über den ich SOOO STOLZ bin!!
Ich hoffe das war nicht allzu langweilig, so viel philosophisches Blabla… :)
Wie es mit dem Projekt weitergeht, erzähle ich, wenn die ersten Scheine gedruckt sind. Ciao!

Ecco i miei tentativi per dare qualche spiegazione sulla mia banconota che mi fa sentire gasatissima!!
Spero di non essere stata troppo noiosa con tutto questo Blabla filosofico… :)

Vi racconteró cosa faró con le banconote non appena saranno stampati i primi esemplari. Ciao!

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30 Kommentare leave one →
  1. 24. Februar 2012 09:26

    bellissimo. bellissimo. bellissimo!

  2. 24. Februar 2012 09:27

    faszinierend, die Gedanken die du dir gemacht hast.. das beeindruckt mich ein wenig, wirklich!

    • Sybille permalink*
      25. Februar 2012 07:05

      Vielen Dank! Ja, meine Gedanken laufen bei solchen Projekten ganz von selbst…

  3. 24. Februar 2012 09:45

    How cleverly done, Sybille. I admire the richness of symbols that communicate your life-philosophy.
    Well done!

    • Sybille permalink*
      25. Februar 2012 07:04

      Thank you Paula! It was a big work but now I’m very happy with it.

  4. 24. Februar 2012 09:50

    Toll, wie viele Symbole und Gedanken auf dem Geldschein versteckt sind. Besonders gefällt mir das „6 sei“.
    LG, Micha

  5. 24. Februar 2012 10:16

    Spero che ne stamperai tantissime, da contagio :)

    • Sybille permalink*
      25. Februar 2012 07:03

      Penso che ne faró stampare circa 100 ;)

  6. 25. Februar 2012 03:39

    So cool! Love it! Your llustration style is perfect for money design! And codes and text make your note look very convincing. So when can we start using this money????

    • Sybille permalink*
      25. Februar 2012 07:03

      Thanks, Sasa. I hope to see soon the printed money!

  7. Thomas Benedikter permalink
    27. Februar 2012 10:21

    Gratuliere, Sybille, das ist schon fast genial, 6 grande!
    Deine Phantasie wächst immer wieder über unsere langweiligen Konventionen hinaus. Jeder sollte sein eigenes Geld entwerfen und dann zu tauschen versuchen. Deines würde sofort Spitzenpreise in banalen Euroscheinen erzielen, und diese Sybille-Scheine wäre sofort ihr Geld wert.
    Thomas

    • Sybille permalink*
      27. Februar 2012 11:06

      Danke lieber Thomas! Das wäre superschön wenn alle ihr eigenes Geld selber machen würden. Wer weiß, vielleicht kommt es noch so weit…
      Bis bald, ich hoffe ich kann dir dann einen frisch gedruckten Geldschein übergeben! :)

  8. 27. Februar 2012 13:36

    Oh…..ich bin begeistert! Eine so kreative Idee! Großartig, wunderschön! Das ist ein Geldschein, den man sofort liebt und den man gar nicht ausgeben mag! Statt in die schnöde Geldbörse zu dem anderen Mammon gehört er auf jeden Fall an die Wand! Und zwar gerahmt! Liebe Sybille, du hast das so wunderschön beschrieben und erklärt, dass ich mir den Text gleich 2-mal durchgelesen habe.
    Toll, toll, toll.
    LG von Rosie

    • Sybille permalink*
      27. Februar 2012 14:08

      Vielen Dank für das ermutigende und positive Kommentar, liebe Rosie! Ich werde auch an dich denken, wenn es zu wunderbaren Geldverteilung kommt. :)
      Ciao und schöne Woche!

  9. 28. Februar 2012 14:41

    Mi piace moltissimo questa banconota e il suo significato!
    Sei bravissima e io sono curiosa di sapere cosa hai in mente!!!

  10. 24. März 2012 14:05

    stupendo progetto!!!! WOW!

  11. 24. März 2012 14:31

    Che bella, Sybille!!! Sono proprio curiosa :))

  12. 14. April 2012 17:26

    This is the most beautiful and inspiring money I’ve ever seen. What a wonderful project. Reading about this has brightened my day.

  13. 13. Mai 2012 08:28

    dein Projekt ist einfach wunderbar!!!
    Und die Bedeutung von 6 hat mich verzaubert. Danke !!!

    (ich musste die Gelegenheit nutzen, auf Deutsch zu schreiben, nachdem ich endlich jemanden gefunden habe, die mich versteht !!)

    alles Liebe.

    • Sybille permalink*
      13. Mai 2012 09:23

      Herzlichen Dank, ich freue mich sehr über deine Worte. Liebe Grüße!

  14. maria grazia permalink
    29. Juni 2012 22:28

    bellissime queste banconote,sono senza parole!Vorrei poterle spargere in ogni luogo, M e r a v i g l i o s e !!!

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