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25/11

22. November 2013

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Der 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.
Zu diesem Anlass finden nicht nur viele Veranstaltungen statt, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, sondern es wird auch versucht, in Wort und Bild zu sensibilisieren. Ich muss dazu sagen, dass mich die dabei oft zur Gestaltung von entsprechenden Plakaten, Karten und Broschüren benutzten Bilder und Fotos, die eindeutig von erlittener Gewalt erzählen, bedrücken: nicht, weil sie etwas aufzeigen, was es tatsächlich gibt, sondern weil sie einfach schmerzen, und ich daher unwillkürlich weiterblättere, wegsehe, weiterklicke. Als meine Kinder noch kleiner waren, habe ich auch darauf geachtet, dass sie diese Bilder nicht sehen, was natürlich etwas schwieriger ist, wenn man an der Bushaltestelle steht und dort ein Plakat hängt mit dem Bild einer jungen Frau mit Blutergüssen im Gesicht.
Diese Art von Bildern lähmen mich, geben mir ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit, machen mich traurig. Ich weiß nicht, ob das der Zweck dieser Art von Initiativen ist, und ich möchte auch nicht die GestalterInnen dieser Bilder kritisieren. Vielleicht geht es auch nur mir mit der Wirkung solcher Bilder so, und bei den meisten lösen sie hingegen das Gefühl aus, aktiv werden zu wollen, sich einsetzen zu wollen gegen diese Probleme?
Denn das ist wohl der Zweck eines internationalen Tages: dass ein bestimmtes Thema  in den Mittelpunkt gestellt und in der Gesellschaft diskutiert wird, dass Lösungen gesucht werden auf verschiedenen Ebenen.
Ich habe also hier (m)eine eigene Karte zum 25.11. geschaffen, mit „In Everything“ als Grundlage, und darunter in drei Sprachen sogenannte „Kraftwörter“, also bestärkende und positive Ausdrücke, die mir beim Lesen und Aussprechen „gute Gefühle“ geben: Das Ziel vor Augen zu haben verleiht mir mehr Energie und Kraft zum Handeln und zum Engagement, als das Problem bzw. die Auswirkungen des Problems vorgesetzt zu bekommen.
Wie gesagt, dies soll nicht als Kritik gegen andere Initiativen gewertet werden, und ich gehe hier allein von meiner eigenen Befindlichkeit aus.
Und wie geht es euch bei diesem Thema?
P.S. – Derzeit gibt es diese „Karte“ nur hier als Vorlage, vielleicht lasse ich sie nächstes Jahr drucken. Wer mag, kann sich die Vorlage gerne von hier herunterkopieren und für den Eigenbedarf ausdrucken.

Il 25 novembre é la Giornata Mondiale contro la violenza sulla donne.
In questa occasione vengono organizzati delle iniziative e dei dibattiti, e si cerca di sensibilizzare e informare con parole e immagini. Negli ultimi anni mi sono accorta dell’effetto che mi fanno le immagini che in questo contesto vengono spesso utilizzate su manifesti, cartoline o brochures, che indubbiamente raccontano di violenza. Immagini che mi fanno sentire triste e impotente: non perché mostrano qualcosa che purtroppo esiste, ma perché fa male guardarle, e d’istinto volto la faccia dall’altra parte, continuo a sfogliare avanti, o clicco su altri contenuti. Quando i miei figli erano piccoli, cercavo sempre di non far vedere loro immagini di questo tipo, la cosa ovviamente era piú difficile quando ci trovavamo magari ad aspettare l’autobus e alla fermata erano appesi dei manifesti con certe immagini, ad esempio  donne e ragazze con segni di violenza nel viso…
Questo tipo di immagini mi paralizza, mi dá la sensazione che non ci sia speranza, non ci siano soluzioni… Non credo sia questo l’obiettivo delle iniziative, e assolutamente non voglio criticare le/i responsabili di questo tipo di concetto comunicativo. Forse sono solo io a subíre questo tipo di effetto, e ad altre persone invece le immagini scatenano la sensazione di voler fare qualcosa, di attivarsi, di affrontare il problema?
Perché credo sia questo l’obiettivo di una giornata internazionale: mettere al centro un determinato argomento per discuterne nella societá, per rendere visibili i problemi e cercare delle soluzioni.
E dunque ho creato qui una mia cartolina per il 25/11, con „In Everything“ come base, e sotto in tre lingue alcuni „power words“, dunque parole che a me, leggendole e pronunciandole, regalano la sensazione di forza e positivitá: Avere davanti agli occhi l’obiettivo da raggiungere mi dona energia positiva e mi invita ad impegnarmi, come invece non mi succede con l’immagine della donna come vittima.
Ripeto che questo non vuole essere una critica verso altre iniziative o metodi di comunicazione, e questo discorso parte semplicemente dal mio personale modo di percepire.
Voi invece?
P.S. – Per ora questa mia „cartolina“ esiste solo in versione virtuale, forse l’anno prossimo ne faró stampare alcune. Chi vuole puó volentieri stamparsi questa cartolina da qui, per uso personale.

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9 Kommentare leave one →
  1. 22. November 2013 08:27

    doch ja, ich denke mir geht es wie dir..ich finde den gedanken richtig. es soll ja hingeschaut werden und nicht weggeschaut. dein bild denkt eindeutig zum nachdenken an..man vertieft sich gar in dein bild;) wunderschön!
    sarah

  2. 22. November 2013 15:24

    Mir gefaellt diese Loesung sehr gut. In Berlin hat sich eine Fraueninitiative dazu entschlossen, kein Bild fuer das Plakat zu nehmen sondern mit Woertern, die Gewalt ausdruecken zu arbeiten . Finde ich besser als die Gewaltbilder, aber trotzdem noch zwiespaeltig. Eigentlich wollen die Plakate zur Empathie aufrufen und da ist eine Gestaltung wie die hier gezeigte der bessere Weg. Danke dafuer.

    • Sybille permalink*
      22. November 2013 20:56

      Das mit den Wörtern ist auch ein interessanter Ansatz…

  3. 22. November 2013 15:33

    So beklemmend das Gefühl ist, das solche Plakate bei mir hinterlassen, so wichtig finde ich es doch, das Thema aus der Tabuzone zu holen, wenn auch nur für einen Tag im Jahr. Dein Bild finde ich richtig gut, es regt zum Nachdenken an!
    Alles Liebe, Katharina

  4. 22. November 2013 16:49

    Danke auch fuer die Erlaubnis zum Ausdrucken. Ich habe im entsprechenden Beitrag in meinem Blog lieber hierher verlinkt, weil ich auch Deinen Kommentar zum Bild wichtig finde. Die aelteren LeserINNEN meines Blogs kennen Dich ja schon, weil Du mir erlaubt hattest, eine eine Pfingstpostkarte zu zeigen.

  5. 23. November 2013 09:31

    Wenn du einverstanden bist, würde ich gerne am 25.11. eine Rundmail an meine Frauengruppe zu dem Thema schreiben und das Bild in die Mail einbinden (du bekommst dann natürlich auch eine :-)).
    LG, Micha

    • Sybille permalink*
      23. November 2013 09:34

      Liebe Micha, natürlich gerne, eine schöne Idee!

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